Hilfe für Erzieherinnen und Erzieher

Heutige Kindheit unterliegt einem kontinuierlichen gesellschaftlichen Wandel. Es verändern sich nicht nur die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch innerhalb des Familiensystems sind Veränderungen festzustellen. Die Kinder bringen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund mit und wachsen in unterschiedlichen Familienstrukturen auf. Soziales Engagement wird gleichzeitig in Zukunft weiterhin an Bedeutung gewinnen – daher gibt es auch „Rettet die Retter – Abenteuereinsatz im Land der Helfer“.

Das gemeinsame Projekt des Bundesministeriums des Innern (BMI), des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Augsburger Puppenkiste soll jungen Menschen eine Kultur des Helfens nahe bringen. „Das ist der Beginn für eine Kultur des gelebten Miteinanders und des für uns alle unverzichtbaren ehrenamtlichen Engagements“, so Günter Gsottberger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen.

diako - Rettet die Retter (Foto: Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen / Marius Patscheider)

Günter Gsottberger und Dr. Irina Schumacher (Bildnachweis: Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen / Marius Patscheider

Die Fachakademie für Sozialpädagogik des diako Augsburg konnte nun auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen für das Projekt „Rettet die Retter“ gewonnen werden: Die Studierenden erarbeiten in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachlehrkräften ein pädagogisches Konzept sowie Lern- und Bildungssituationen für 3- bis 6-jährige Kinder. Für die Erzieherinnen und Erziehern werden Handreichungen zur Umsetzung in der Praxis mit konkreten methodisch-didaktischen Hinweisen erarbeitet.

„Projektbeispiele mit Kooperationspartnern, Erzählungen und Rollenspiele, der Puppenfilm, Einheiten zum Philosophieren mit Kindern zum Thema Helfen und vieles mehr werden wir vorbereiten“, so Dr. Irina Schumacher, Schulleiterin der diako-Fachakademie. Am Schluss sollen die Kindertagesstätten einen „Methodenkoffer“ mit Anschauungsmaterial, Spiel- und Methodensammlungen, möglichen Identifikationsfiguren für die Kinder und ein Hilfeset erhalten. „Die Diversität und zunehmende diskontinuierlich verlaufende Kinderbiographien erfordern einen empathischen und reflektierten Umgang mit Werten und Normen in unserer Gesellschaft. Diese Aufgabe ist insbesondere für die pädagogische Arbeit in den Kindergärten und Kindertageseinrichtungen von großer Bedeutung“, ergänzt Dr. Schumacher.

Für die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen ist das nun einfließende Engagement der Fachakademie für Sozialpädagogik des diako Augsburg ein weiterer großer Erfolg: “Das Herz von Rettet die Retter schlägt stark und nachhaltig in Augsburg und hat so wesentlichen Einfluss auf das bundesweite Projekt”, freut sich Günter Gsottberger, “und es dokumentiert auch, dass Ehrenamt und gelebtes Miteinander in unserer Stadt einen hohen Stellenwert haben.”

Und darum geht’s im Marionetten-Film: Tini werden die Kinder wohl lieben, denn Tini ist etwas tollpatschig. Ständig bringt er sich in Gefahr, stolpert von einem Abenteuer ins nächste. Nur gut, dass er treue Freunde hat, die auf ihn aufpassen: Da ist zum Beispiel Garda, die jeden aus dem Wasser retten kann, oder Marti, der seinen Schwanz zum Löschen benutzt. Und Sani, ganz in Weiß, hat immer einen Erste-Hilfe-Kasten in seinem Bäuchlein dabei.

 

Foto: Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen / Marius Patscheider

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