Der Mensch im Mittelpunkt – Günter Gsottberger und Werner Chodora als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen bestätigt

Was wäre Augsburg ohne Ehrenamt? „Ärmer und
vielleicht auch ein Stück weniger sicher“, so Günter Gsottberger, Sprecher
der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen. Gsottberger und
sein Stellvertreter Werner Chodora wurden bei der letzten Sitzung des
Bündnisses mit über 42.000 Mitgliedern als Sprecher wiedergewählt.

Günter Gsottberger„Wir rücken den Menschen dieses Jahr in den Mittelpunkt“, so Gsottberger:
„Denn jeder Einzelne zählt!“ Über 1.200 Menschen engagieren ehrenamtlich
sich beim Arbeiter-Samariter-Bund, Bayerischen Roten Kreuz, bei der
Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft, Johanniter-Unfall-Hilfe und beim
Malteser Hilfsdienst in Augsburg. Sie sind im Rettungsdienst,
Katastrophenschutz, in der Ausbildung von Ersthelfern sowie in sozialen
Diensten wie der Demenzkranken-Betreuung oder Jugendarbeit aktiv. „Ehrenamt
hat viele Gesichter und zahlreiche Facetten“, weiß Gsottberger. „Vor allem
übernehmen wir aber auch Aufgaben, die zur Sicherheit in der Stadt
beitragen. Beispielsweise gäbe es keinen Friedensmarathon ohne die
zahlreichen ehrenamtlichen Sanitäter.“ Auch zum Erfolg von City auf Peace
im vergangenen Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger
Hilfsorganisationen beigetragen.

2012 wollen sich die Retter vor allem der Gewinnung von neuen
Ehrenamtlichen widmen. Dazu organisiert das Augsburger Bündnis eine
bundesweite Aktion, die im November 2012 starten soll: „Wir wollen bereits
Kinder ansprechen, sich später in Vereinen für andere Menschen zu
engagieren.“ Mit der Augsburger Puppenkiste sowie dem Bundesministerium des
Innern soll ein spezielles Filmprojekt realisiert werden.

Gleichzeitig versteht sich die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger
Hilfsorganisationen als Lobbygruppe der Ehrenamtlichen. „Wir wollen
erreichen, dass Politik und Unternehmen die Menschen bei ihrem sozialen
Engagement unterstützen und nicht behindern“, betont Günter Gsottberger.
Dazu zählen auch die aktuellen Überlegungen der Europäischen Union, die
Arbeitszeitgesetze zu novellieren. „Wir beobachten sehr genau, ob hier dem
Ehrenamt geschadet wird. Uns ist es wichtig, dass sich jeder einbringen
kann und das private Freizeitverhalten sowie persönliche Engagement nicht
schädlich auf das Berufsleben auswirkt.“ Die EU erwägt, die beruflichen
Arbeitszeiten und den ehrenamtlichen Einsatz wie im Rettungsdienst zu
koppeln, was eine deutliche Begrenzung des möglichen Engagements zur Folge
hätte.

„Vor allem widmen wir uns aber der Politik vor Ort“, erklärt Gsottberger.
„Wir wünschen uns, dass die ehrenamtlichen die Anerkennung bekommen, die
sie wirklich verdient haben.“ Denn nicht nur bei den Hilfsorganisationen
spielen die Helfer eine große Rolle – sie sind Teil der Bürgergesellschaft
von Augsburg.

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