Tag des Ehrenamts: Es geht nur miteinander füreinander!

Was wäre die Friedensstadt Augsburg ohne Friedensfest? Was wäre die Frauen-Fußball-WM ohne „City of Peace“ gewesen? Wer hätte sich beim Friedensmarathon um Verletzte gekümmert? Wer schenkt Nähe, wenn ein Kind verletzt ist oder die Oma allein zu Hause ist? – Auch die 1.200 ehrenamtlich Aktiven der Augsburger Hilfsorganisationen tragen zur Wärme, Nächstenliebe und Geborgenheit, insbesondere aber auch zur Sicherheit der Bürger in der Stadt und Region Augsburg bei. Daran erinnern die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen anlässlich des Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember: „Es geht nur miteinander füreinander!“, sagt ihr Sprecher Günter Gsottberger bestimmt.

Das Bündnis der Hilfsorganisationen dürfte die größte Interessensvertretung des Ehrenamtes und der sozialen Anliegen in Augsburg sein. Nicht nur 1.200 Ehrenamtliche, sondern 42.000 Mitglieder unterstützen die Ziele der Hilfsorganisationen. Dazu zählt insbesondere der Dienst am Nächsten – egal ob im Rettungsdienst, bei Sanitätsdiensten – ohne die keine größere Veranstaltung stattfinden könnte -, im Katastrophenschutz oder auch in sozialen Aufgaben wie der Betreuung von Demenzkranken oder in der Ausbildung in Erster Hilfe. „Wir brauchen Menschen, die sich für andere einsetzen. Wenn jeder in der Woche anderen nur eine Stunde ,schenken’ würde, wäre Augsburg und unsere Heimat noch lebens- und liebenswerter“, so Gsottberger.

Sportveranstaltungen und Konzerte müssten ausfallen wenn keine Sanitäter für Sicherheit sorgen würden: „Es hätte sicher kein „City of Peace“ die Bürger begeistern können, wenn im Hintergrund nicht unsere Ehrenamtlichen für die Sicherheit garantiert hätten“, sagt Günter Gsottberger. „Auch der Friedensmarathon war ein großes Event, bei dem alle Hilfsorganisationen zusammen und partnerschaftlich Verletzte und Erkrankte versorgt hatten.“ Alle Hilfsorganisationen, das bedeutet bei der Arbeitsgemeinschaft ganz konkret, dass sich sowohl der Arbeiter-Samariter-Bund als auch Bayerische Rote Kreuz sowie Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Johanniter-Unfall-Hilfe gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst zusammengeschlossen haben. Gemeinsam vertreten sie nicht nur die Interessen des Ehrenamtes gegenüber der Politik, sondern die Zusammenarbeit soll Geschlossenheit auf allen Ebenen bewirken. Großeinsätze im Sanitätsdienst werden gemeinsam durchgeführt, damit Veranstaltungsbesucher sich auf Sicherheit durch gebündelte Kompetenz des Ehrenamts verlassen können.

Auch Führerscheinbewerber müssen in Augsburg nicht auf den „Lappen“ warten, wenn weiterhin genügend ehrenamtliche Ausbilder bei den Hilfsorganisationen sie zeitnah in Erster Hilfe schulen. Ältere Menschen freuen sich auf das Klingeln an der Haustür, wenn der ehrenamtliche Besuchsdienst jede Woche – „nicht nur zur Weihnachtszeit“ – zum Kaffeetrinken, Spielen und Zeitvertreib vorbeikommt. „Unsere Helfer sind für andere da. Sie schenken ihnen das, was heute am Kostbarsten ist: Zeit und Aufmerksamkeit“, unterstreicht Günter Gsottberger.

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